Ohne Englisch in Down Under?-

Ohne Englisch in Down Under?

Ohne Englisch in Down Under?
We No Speak Americano! Das ist nicht nur der Titel des Welthits der australischen Band Yolanda Be Cool aus dem Jahr 2010, sondern auch Realität für viele Besucher und Einwanderer des südlichen Kontinents. Doch: Wer seine Probleme mit Englisch im Allgemeinen hat oder die australische Variation mit ihrer eigenwilligen Aussprache beim besten Willen nicht versteht, muss seinen Kopf nicht in den Sand stecken. Ich stehe Neuankömmlingen auf der Südhalbkugel helfend als Beraterin und Übersetzerin zur Seite, sodass sie während des Aufenthalt in Down Under „on top“ bleiben.
„Mir ist es ein Herzensanliegen, dass Sie Ihr persönliches Abenteuer in Australien genießen können – mit dem Wissen: ‚Es ist jemand da, der meine Sprache spricht, der sich gut auskennt und dem ich vertrauen kann.‘“
Erika Schmid

25,7 Millionen Menschen. Stand 2021. Das klingt im ersten Moment nach einer Menge Leute, setzt man es jedoch in Relation mit der Größe Australiens, nämlich knapp 7,7 Millionen (!) Quadratkilometern, sind das gar nicht mal so viele. So ist es wenig verwunderlich, dass das ausgedehnte Land, das so weit ist, dass es drei ganze Zeitzonen umfasst, eine der geringsten Bevölkerungsdichten der Welt hat: 3 Personen pro Quadratmeter.
Und diese drei Personen sind, so sie sich als „typische Australier“ geben, in den meisten Fällen zunächst sehr wortkarg. Sie halten recht wenig davon, sich mit ihren eigenen Leistungen – die jedoch meistens beachtlich sind – zu brüsten. Diesem bodenständigen, bescheidenen Charme kann man sich kaum entziehen, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Entschließt sich der „Aussie“ nach einiger Zeit dazu, den Mund aufzumachen, ist er dafür umso offener und direkter. Eine echte Erfrischung für die Ohren!
Auch ich, die ich aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung im Top-Management seit über zehn Jahren in Down Under lebe und als deutschsprachige Consultant und Multiplikatorin europäische Firmen beim Markteintritt und Netzwerkaufbau sowie deutschsprachige Touristen in Australien berate, unterstütze und begleite, habe einige Zeit gebraucht, um mich an die australische Art zu gewöhnen. Und das liegt nicht nur an den kulturellen und kommunikativen Unterschieden – sondern vor allem am australischen Englisch.

G’day: die australische Sprache
„Es hört doch jeder nur, was er versteht.“ Ob Johann Wolfgang von Goethe damals wohl die schwer verständliche, australische Umgangssprache vorausahnte? Schon jene, die sehr gute Englischkenntnisse besitzen und diese sogar ihre Muttersprache nennen, haben oft Probleme dabei, die manchmal auch als „Strine“ bekannte australische Variation zu verstehen. Alle anderen, die nur auf ihr Schulenglisch zurückgreifen können, sind, ehrlicherweise, hoffnungslos verloren, wenn ein Australier mit dickem Dialekt versucht, ihnen etwas zu erklären. Über die Begrüßungsfloskel „G’day, mate!“ geht die Verständigung kaum hinaus. Doch woher kommt das australische Englisch überhaupt – und warum klingt es so anders?

Die australische Umgangssprache entwickelte sich über die letzten Jahrhunderte und stammt von den frühen Verurteilten, die ab dem 17. Jahrhundert als Zwangsarbeiter nach Australien verschifft wurden. Viele von ihnen waren Londoner, die sich im Cockney-Slang verständigten, oder Irländer, deren Hiberno-Englisch in der Aussprache stark vom hochsprachlichen Oxford English differiert. Daher beinhaltet das heutige Australisch viele Abkürzungen, einen ganz eigenen Sprachrhythmus sowie Obszönitäten, vulgäre Ausdrücke und Übertreibungen.

Hier ein paar Ausdrücke, die im australischen Alltag häufiger vorkommen (und ganz harmlos sind):
G’day: Hi, guten Tag.
How are you going?: Wie geht’s dir?
ta (kurz für: Thank you): Danke
Fair dinkum!: wow, echt wahr?, wirklich wahr (verwendet, um zu fragen, ob etwas echt oder wahr ist; manchmal auch, um zu betonen, dass es so ist)
bush telly: Lagerfeuer
togs: Badesachen
to be mad as a cut snake: verärgert sein
icy pole: Eis am Stiel
to yabber: viel reden
Cheerio, Hooroo: Tschüss

Schon gewusst? Englisch ist zwar die erste und einzige Sprache von fast drei Vierteln der Bevölkerung und wird auch in der Bildung, Politik und Legislatur verwendet – dennoch hat Australien keine offizielle Landessprache!

Sprachlos im Outback?
Ob man sich nun gerade mitten im rotsandigen Kings Canyon befindet, in Sydney am Hafen entlang schlendert oder an einem der zahllosen Strände seine Zehen ins türkisblaue Wasser des Indischen Ozeans dippt: Ein Urlaub in Australien bleibt ewig in Erinnerung! Geht jedoch der Reisepass verloren, bleibt das Auto mitten im Red Centre liegen oder ein Arztbesuch ist notwendig, kann die Traumreise schnell zum Alptraum werden – vor allem, wenn Verständigungsschwierigkeiten mit im Spiel sind!
All der Stress, die fremde Umgebung, der eigenwillige Akzent: Es ist gut vorstellbar, wie schnell die eigenen Englischkenntnisse schwinden, wenn wir uns in einer wirklichen Notsituation befinden. Viele fallen in ihrer Aufregung zurück in ihre Muttersprache oder vergessen Wörter, die sonst kein Problem wären. Das kann in einem Land wie Australien fatal sein.

Ein Sprachrohr in der Not
Wie schwierig die Verständigung sein kann, habe ich während meiner beruflichen Station bei einer Campervan-Vermietung selbst erlebt. Touristen aus deutschsprachigen Ländern, viele über 35 Jahre alt, haderten oft mit ihrem Englisch oder waren – verständlicherweise – restlos überfordert vom teilweise sehr starken Dialekt der Einheimischen. Sowohl das Stellen der Fragen, als auch das Verstehen der Antworten selbst stellte die Urlauber vor Probleme. Ich kann kaum beschreiben, wie erleichtert diese waren, als sie plötzlich mit einer deutschsprachigen Ansprechperson konfrontiert waren.
Die Fragen, die ihnen oft schon seit Tagen auf der Zunge brannten, und die sie auf Englisch nicht hatten stellen können, sprudelten dann nur so aus ihnen heraus: „Wo kann ich am anderen Ende der Welt einen Reisepass beantragen?“, „Wo finde ich eine gute und günstige Werkstatt für mein Mietauto, wenn ich eine Panne habe?“, „Wie funktioniert das mit dem Linksverkehr?“, „Was mache ich, wenn mich eine giftige Spinne beißt?“ oder „Gibt man in Australien Trinkgeld?“ (Muss nicht sein, man freut sich aber drüber!). Fragen, die ich auf Englisch nie gehört hätte, die auf Deutsch aber schnell gestellt waren – und deren Beantwortung den Urlaub um einiges erleichtern können!

Tipp am Rande: Im australischen Alltag können Sprach-Apps auf dem Smartphone die ein oder andere Sprachbarriere überwinden. Kostenlos und äußerst effektiv ist etwa die Microsoft Übersetzer App oder auch Google Translate. Auch die PROMT-Offline Übersetzer App, die ohne Internet auskommt, kann in kleinen Notfällen weiterhelfen – besonders, da die Netzabdeckung in Australien in nicht oder wenig bewohnten Gebieten oft sehr dürftig bis nicht vorhanden ist. Für Akku-Ausfälle sollte man gegebenenfalls ein kleines Wörterbuch parat haben.

I get by with a little help from … Erika Schmid!
Meine Erfahrungen in der Campervan-Vermietung waren es unter anderem, die mich dazu inspirierten, ein Nottelefon für Reisende einzurichten. Über meine Troubleshooter Hotline biete ich kompetente und deutschsprachige Soforthilfe für Australien-Besucher, damit diese auch in brenzligen Situationen cool bleiben. Im Ernstfall unterstütze ich organisatorisch und versorge die Anrufer australienweit mit Kontakten und Übersetzungsdiensten: Sicher Reisen - Versicherung - Leistungen - Erika Schmid (erika-schmid.com)
Sie brauchen Unterstützung bei der Planung Ihrer Australienreise, haben Fragen oder würden gerne noch den einen oder anderen Ratschlag von einer Person holen, die sich bestens in Down Under auskennt? Schreiben Sie mir einfach eine Mail an <This e-mail address is protected against spam bots, you have to activate JavaScript in your browser to see it.> oder melden Sie sich über das Kontaktformular der Homepage: www.erika-schmid.com.

Hooroo,
Ihre Erika